Totengedenkfeier

Mehr als nur Tradition: Die Totengedenkfeier – Ein stilles Versprechen

Am Sonntag, dem 2. November, fand in Oetz die alljährliche Totengedenkfeier mit anschließender Kompanieversammlung statt.
Nach der heiligen Messe und der Gräbersegnung wurde am Kriegerdenkmal die Segnung und Kranzniederlegung vollzogen. Unser Fähnrich Michael Gritsch errichtete zu Ehren unserer verstorbenen Kameraden ein Marterl, das von unserem Pfarrer Andreas Agreiter gesegnet wurde.

Im Anschluss fand die Kompanieversammlung statt – mit den Berichten der Funktionäre, der Entlastung des Kassiers und des Ausschusses sowie der Beförderung unseres Pioniers und Kanoniers Gernot Fischer zum Zugführer.

Die Würde der Erinnerung

Der 2. November ist für uns Schützen weit mehr als ein Datum im Kalender. Er ist ein Tag der Einkehr, des Erinnerns und des Dankes.
Wir gedenken all jener Söhne Oetz’, die in den Weltkriegen und Freiheitskämpfen ihr Leben ließen – und halten ihre Geschichten als Mahnung und Fundament unserer Heimat lebendig.

Gerade heuer, in einem Jahr, das uns mit dem Verlust unserer Kameraden Erwin Pienz, Anton Rossner und Walter Prantl schwer getroffen hat, trägt dieser Tag eine besonders schmerzliche Bedeutung.
Die Trauer um diese drei verdienten Kameraden ist noch frisch – und so wurde die Gedenkfeier auch zu einem stillen Zeugnis jener Kameradschaft, die über den Tod hinaus Bestand hat.

Ein Ritual, das verbindet

Wenn die Musikkapelle Oetz mit ihren feierlichen Klängen den Kirchplatz erfüllt und die Schützen in strammer Haltung die Ehrensalve abfeuern, ist das mehr als nur eine Zeremonie.
Es ist ein Ausdruck tiefster Wertschätzung und Verbindung – ein Zeichen dafür, dass Tradition nichts Starres ist, sondern ein lebendiges Band, das Generationen miteinander verbindet.

Was bleibt, wenn das Jahr endet?

Mit der Totengedenkfeier schließen wir symbolisch das Schützenjahr ab.
Die anschließende Kompanieversammlung ist jener Moment, in dem wir auf das Vergangene zurückblicken – auf Höhen und Tiefen – und zugleich den Blick nach vorne richten.
So endet das Jahr in Dankbarkeit, Erinnerung und dem stillen Versprechen, unsere Werte weiterzutragen.

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